Paracas & Islas Balleastas
- AndreasParacas liegt auf dem halben Weg zwischen Lima und Nasca.
Warum man hier aussteigen sollte? Nun ja, wegen des Ortes nun nicht unbedingt. Es handelt sich offensichtlich um ein in kuerzester Zeit auf Tourismus umgestelltes Fischerdorf. Dennoch lohnt der Stopp um die Inseln vor den Straenden des Ortes zu besichtigen.
Die Islas Balleastas werden auch als Galapagos fuer Arme bezeichnet.
Betreten kann man als Touri nicht ein einzige der Insel, jedoch die einzigartige Tierwelt von einem Speedboat aus beobachten.
Wurde in der DDR auf Sche?&e Bonbons gemacht, so macht man hier bares Geld aus ihr. Die Inseln sind allesamt hoch mit Guano ueberzogen. Ein hervorragender Duenger. Beim ersten kommerziellen Abbau war die abgetragene Schicht 50 m hoch. Der Geruch in der Naehe der Inseln laesst mich keine Sekunde daran zweifeln. Tabea meinte, selbst wir in Europa giessen unsere geliebten Zimmerpflanzen damit. Der Guide erzaehlt uns, dass den Kolonialmaechten dieser Schatz der Natur sogar einen handfesten Krieg wert war.
Also ab ins Speedboat und los gehts. Schon in der Bucht tummeln sich zahlreiche Seevoegel. Muetze ist Pflicht – ich meine nicht wegen der Kaelte oder der Sonne wegen … Ploetzlich drosselt der Fahrer die Fahrt. In der Naehe einer alten Anlegestelle sind zahlreiche Delphine die mit einander spielen. Hier macht sich das erste Mal die schlechte Reaktionszeit meiner Digi bemerkbar. Zahlreiche Fotos zeigen aufgewuehltes Wasser – keine Sorge ihr koennt alle einen Abzug haben. Aber irgendwann hat es doch noch zu brauchenbaren Fotos gereicht. Weiter gehts in Richtung Inseln.
Entlang der Route taucht auf der Flanke eines Huegels eine Sandzeichnung auf. Nasca laesst gruessen. Es sieht nach irgendetwas wie ein Dreizack oder einem Kaktus aus. Alter, Zweck und das abgebildete Motiv sind unklar. Moeglichweise nur eine Orientierungshilfe Richtung Hafen???
Kurze Zeit spaeter schlaegt der Fahrer hart steuerboard ein – ein Blauwal. Selbst der Guide ist voellig aus dem Haeuschen. Wale sieht man hier nur sehr selten und eigentlich nur im November wenn sie von Norden nach Sueden wandern.
Als der Wal endgueltig auf Tauchstation verschwunden ist, setzen wir unseren Weg fort. An den Inseln angekommen, sind die Klippen der Inseln kaum zu erkennen – so viele Voegel sitzen auf jedem auch noch so kleinem Vorsprung. Quelle der Artenvielfalt bildet Plankton, dass in dem naehrstoffreichen Wasser bestens gedeiht. Da sicherlich alle in Bio aufgepasst haben, verzichte ich auf die Beschreibung der Nahrungskette ;o).
Auf den Inseln selbst gibt es neben zahreichen “klassischen” Seevoegeln auch Humboldt-Pinguine und Seeloewen zu begutachten.
Ohne Aufpreis gab es fuer uns 30 Extraminuten vor den Inseln – Schaden am Boot. Irgendwann war aber auch die widerspenstige Technik besiegt.
Nur im Sprint zur Haltestelle haben wir noch den Bus bekommen – Nasca wir kommen!
